Jakob-Stoll-Realschule wird Unterfrankens Pilotschule für IT-Abschluss

An der Jakob-Stoll-Realschule in Würzburg können sich Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe ab sofort erstmals für eine freiwillige Abschlussprüfung im Fach Informationstechnologie anmelden. Ab März 2022 beginnt dann für alle Freiwilligen ein wöchentlicher Vorbereitungskurs. Die Abschlussprüfung selbst soll im März 2023 stattfinden, heißt es in einer Pressemitteilung der Realschule. Um die Jugendlichen digital fit zu machen, ist das Fach Informationstechnologie an bayerischen Realschulen in allen Wahlpflichtfächergruppen bereits fest verankert.
Die Jugendlichen lernen den Umgang mit klassischer Bürosoftware, beschäftigen sich aber auch mit vielen weiterführenden Informatikinhalten wie Rechnernetzen, CAD und Programmierung. Neu ist aber, dass die Schüler ab sofort an der Würzburger Jakob-Stoll-Schule eine freiwillige Prüfung ablegen und ein Zertifikat erwerben können. Eine zusätzliche Note im Zeugnis sowie ein Zertifikat steigern für die Absolventen der IT-Abschlussprüfung die Chancen auf einen attraktiven Ausbildungsplatz.

Alleinstellungsmerkmal

Eine Fachkommission am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) hat dafür vor einiger Zeit mit der Erarbeitung von Abschlussprüfungen begonnen. Die Jakob-Stoll-Realschule wurde ausgewählt, um als diesjährige unterfränkische Pilotschule an diesem Projekt teilzunehmen. "Das ist ein weiteres Alleinstellungsmerkmal für unsere Schule und eine tolle Chance für technikinteressierte Schüler", freut sich Diplominformatiker Florian Holzinger, IT-Fachschaftsleiter und Mitglied der Schulleitung.

Hr. Eckert

Technisches Zeichnen und CAD in der 9. JGS

 
Diese Arbeiten entstanden im Rahmen des IT-Unterrichts als Projekt des Werken-Zweigs der Klasse 9 a. Teil dieses Unterrichts ist auch das Technische Zeichnen, sowohl am Brett, als auch mit einem CAD-Programm.
Aufgabe war es, ein real existierendes Teil in seinen Einzelkomponenten am Rechner nachzubauen, dann die Einzelteile zu einer Baugruppe zusammenzufügen und mit Hilfe eines eingebauten Motors so zu animieren, dass eine reale Bewegung nachgestellt wird.
Die Hauptschwierigkeit dieser komplexen Aufgabe bestand nicht nur darin, die zum Teil anspruchsvollen Bauteile so real wie möglich zu entwerfen, sondern auch darin, die Maße der Teile so exakt aufeinander abzustimmen, dass am Ende alles zusammenpasst und sich auch bewegt.
Wie an den hier gezeigten Beispielen deutlich wird, haben die Schülerinnen und Schüler diese Aufgabe hervorragend umgesetzt.
 
Thomas Schädel, IT-Lehrkraft der 9a 3b (Werken)