Eine Sterbebegleiterin zu Besuch in der evangelischen Religionsklasse 9

Johanna Klug ist Sterbebegleiterin. Vor einigen Jahren arbeitete sie ehrenamtlich auf einer Palliativstation in Würzburg, absolvierte eine Ausbildung zur Sterbebegleiterin, verbrachte mehrere Wochen in Afrika, um dort Sterbenden zu helfen und betreute zuletzt Sarah, ein elfjähriges Mädchen, mit der Diagnose Kinderdemenz. Nun steht sie vor der neunten Klasse und berichtet offen über ihre persönlichen Erfahrungen.

Auf der Palliativstation begleitete sie kranke Menschen, indem sie mit ihnen die Zeit bewusst nutzt. So werden alltägliche Dinge wie Plätzchen backen zu etwas Besonderen, denn es könnte das letzte Mal in deren Leben sein, wodurch diese kleinen Tätigkeiten an Wert gewinnen.

Von all ihren Erfahrungen berichtete sie und die Schüler durften jederzeit nachfragen. Letztendlich fragte ein Schüler, warum sie das überhaupt mache, ob das nicht schwer zu verkraften sei. Sie berichtet, dass jede Begleitung für sie eine persönliche Bereicherung bedeuten würde und sie ihre Aufgabe darin sehe, das Thema „Tod“ in der Gesellschaft zu enttabuisieren und den Umgang damit für die Betroffenen zu erleichtern.

Sie schloss die Stunde mit einem Zitat von Bertolt Brecht „Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.“

Frau Krauß (StudRefin des Seminars für evangelische Religionslehre)

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