Exkursion zur Residenz Würzburg

Am Dienstag, 29.01.2019, starteten die Klassen 8c und 8a nach der ersten Pause mit Frau Schwenk und unserem Geschichtslehrer Herrn Schüßler zu Fuß den Ausflug in die Würzburger Residenz.

Dort angekommen, begann unsere Führung im Gartensaal, dem Speisesaal der ehem. Fürstbischöfe. Sehr interessant war das Deckengemälde mit vielen griechischen und römischen Göttern. Diese sollen symbolisieren, wie mächtig und gebildet der Fürstbischof war.

Danach ging es in das geräumige Treppenhaus, in dem der Fürstbischof seine Gäste stets empfangen hatte. Als wir an die Decke sahen, staunten wir nicht schlecht: Das größte zusammenhängende Deckenfresko der Welt wurde von Giovanni Battista Tiepolo und seinen zwei Söhnen entworfen und gemalt. Zu sehen waren die vier damals bekannten Kontinente (Amerika, Europa, Asien, Afrika). Es war für alle sehr beeindruckend.

Im Anschluss begaben wir uns in den „Weißen Saal“. Die aufwendigen Gips-Strukturen wurden vom Künstler Antonio Bossi per Hand geformt. Dieser benötigte für den gesamten Saal nur sieben Monate! Der Grund dafür, dass er so schnell arbeitete, war der angekündigte Besuch von der Kaiserin aus Österreich.

Anschließend besuchten wir den „Kaisersaal“, welcher ein Festsaal des Fürstbischofes gewesen war. An der Decke konnten wir unter anderem ein Gemälde von der Hochzeit Barbarossas sehen. Dieser hatte seine damalige Frau nämlich in Würzburg geheiratet.

Zum Finale der Exkursion bekamen wir eine Reihe aus drei verschiedenen Räumen gezeigt, darunter auch das „Spiegelkabinett“. Der dritte Raum besteht fast komplett aus Spiegeln. Sie waren mit Motiven bemalt, die Menschen (teilw. Abstrakt) aus aller Welt zeigt (ebenfalls von Giovanni Battista Tiepolo und Antonio Bossi gemalt und gestaltet).

Der Raum wurde allerdings im Zweiten Weltkrieg von den Alliierten komplett zerstört. Da man die Spiegel nicht von der Wand trennen konnte, schmolzen sie am 16. März 1945 beim Luftangriff auf Würzburg. Jedoch hatte man vorher zum Glück alle 600 Spiegel fotografisch festgehalten, sodass der Raum bis ins Jahr 1987 vollständig und sehr detailgetreu renoviert werden konnte. Das Ende einer spannenden Exkursion, die den Schülern gut gefiel.

Benjamin Leberfinger, 8c

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